Energie/Ressourcen

Sämtliche Vorgänge in der Natur sind Umwandlungen von Energie von einer Form in eine andere. Wachstum, Erhaltung und Reproduktion von Pflanze, Tier und Mensch benötigen Energie und setzen Energie frei. Der optimale Energiekreislauf setzt ein Gleichgewicht von benötigter und erzeugter Energie voraus. Beim Abbau von endlichen Ressourcen wird dieses Gleichgewicht gestört, da die natürliche Reproduktion nicht schritthalten kann. Dies ist auch ein kritisch zu beobachtender Aspekt der heutigen agrarindustriellen Praxis. In der Schweiz entsteht aus zwei Kalorien an verbrauchter Energie eine Kalorie an Lebensmittel. Es besteht eine grosse Erdölabhängigkeit durch die Zugkräfte, die Kunstdünger, den Transport oder die Verpackung die der aktuellen Landwirtschaft eine negative Energiebilanz beschert. Dabei könnte gerade die Landwirtschaft  mit ihren Möglichkeiten eine positive Energiebilanz erreichen.

Es braucht also einen anderen Umgang mit Energie und andere Energiequellen um wirklich eine umwelt-, energie- und ressourcenschonende Landwirtschaft betreiben zu können. Dies sind einige Möglichkeiten dazu:

  • erneuerbare Energieformen aus Wasser, Wind und Sonne sowie aus Biomasse
  • menschliche und tierische Energie: mehr Menschen und mehr Hände, wahre Pferdestärken
  • pflanzliche Energie: Landbausysteme mit Gründüngungen, Untersaaten, Mischkulturen usw.
  • sparsamer Umgang mit den endlichen Ressourcen
  • eine naturnahe Landwirtschaft die so wenig wie möglich in das Ökosystem eingreift und so zur Selbsterhaltung und Reproduktion der natürlichen Kreisläufe beiträgt

Wichtig ist, immer die langfristigen Auswirkungen und Zusammenhänge zu beachten. Regenwälder abholzen um „Biotreibstoffe“ anzubauen oder Maismonokulturen fördern um die Biogasanlage zu betreiben sind Beispiele für eine kurzsichtige Betrachtungsweise von möglichen Lösungen.

Die Solidarische Landwirtschaft ermöglicht eine naturnahe Landwirtschaft und kann ein wesentlicher Beitrag zur Energie- und Ressourcenschonung leisten. Bei der Mitarbeit kommt die menschliche Energie zum Einsatz und erlaubt Arbeitsspitzen durch Handarbeit zu bewältigen. Der Maschineneinsatz kann dadurch reduziert werden. Sei dies beim Beete vorbereiten, Setzlinge pflanzen, Karotten verdünnen, Kartoffeln ernten, Kartoffeln sortieren, Kohlgemüse ernten usw. Auch die regionale Verankerung, mit kurzen Transportwegen und der verantwortungsvolle Konsum mit saisonalen Lebensmitteln, haben einen wesentlichen Einfluss auf die Energiebilanz. Bei uns finden auch die krummen Karotten und Gurken den Weg in die Küchen.

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