Politik/Gesellschaft

Die Definition von Politik wie wir sie auf Wikipedia finden ist folgende: “Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen. Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen … als Politik bezeichnet werden. Zumeist bezieht sich der Begriff nicht auf das Private, sondern auf die Öffentlichkeit und das Gemeinwesen im Ganzen.“ Zusammengefasst kann man sagen, dass wir alle durch unser Tun und Lassen eine Gemeinschaft mitgestalten. In der heutigen Politik vertreten von uns gewählte Personen unsere Anliegen. Oder doch nicht ganz? Wünschen wir uns manchmal mehr Einflussnahme, Gestaltungsraum oder zumindest Transparenz? Ob und wie wir eine Gemeinschaft mitgestalten können, hängt unter anderem wesentlich mit der Grösse der Gemeinschaft zusammen, die es zu gestalten gibt. Wir sind im Kapitel „Agrarpraxis und Ökologie“ schon auf das Naturprinzip der optimalen Grösse zu sprechen gekommen. Solange eine Gemeinschaft oder ein Projekt überschaubar ist, bleibt es auch gestaltbar. Daher ist ein Grundsatz der solidarischen Landwirtschaft, die optimale Grösse nicht zu überschreiten. Mitsprache, Teilhabe und Mitbestimmung sind ein wesentlicher Pfeiler der solidarischen Landwirtschaft und diese können nur angemessen gelebt werden, solange sich alle gehört und wahrgenommen fühlen. Die Instrumente dazu sind der aktive und rege Austausch untereinander, wie zum Beispiel bei Arbeitseinsätzen oder auch an der Hauptversammlung des Vereins. Dies schafft Transparenz und Vertrauen, wir lernen einander kennen und können so die Bedürfnisse und Voraussetzungen jedes Einzelnen besser berücksichtigen. Viele nötige Entscheide werden in einem demokratischen Prozess getroffen. So hat jeder die Möglichkeit sich einzubringen.

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